Andacht: Unsere Hilfe…

Ich grüße Euch mit einem Vers aus Psalm 121: Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Ich finde an dem Vers schön, dass er eine ganz menschliche Frage stellt: Woher kommt mir Hilfe? Wer kann mir helfen? Das ist eine Frage, die uns in verschiedenen Situationen begegnet. Etwa, wenn wir mit Sorgen in die Zukunft sehen. Oder wenn wir vor einer schwierigen Entscheidung stehen. Oder wenn wir selber ratlos oder überfordert sind. Wer kann mir helfen, wer wird mir helfen.

Der Psalmbeter steht vor einem schwierigen und gefährlichen Weg durch die Berge, und fragt sich, woher kommt mir Hilfe?

Aber er bekommt auch eine Antwort auf seine Frage. Jemand, der neben oder hinter ihm steht sagt: Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Wir haben einen Herrn, der unser Helfer sein will, der mitten in unseren Fragen und Sorgen neben uns steht und uns seine Hilfe anbietet. Und es ist der, der Himmel und Erde gemacht hat, der viel mehr Möglichkeiten hat als wir Menschen.

Das hat Israel in seiner Geschichte immer wieder erfahren, bei der Befreiung aus Ägypten, beim langen Weg durch die Wüste, in vielen schwierigen Situationen: Der Herr hat uns geholfen. In besonderer Weise wird das sichtbar in Jesus – übrigens sein Name bedeutet Retter, Helfer in Not. Jesus hat den Kranken und Beladenen geholfen, den Schuldigen Vergebung zugesprochen, die Ausgestoßenen angenommen. In Kreuz und Auferstehung wird sichtbar, dass Gott unsere Hilfe ist auch über das Sterben hinaus und neues Leben schenkt.

Durch Jesus dürfen auch wir einstimmen in dieses Bekenntnis: Meine Hilfe, unsere Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Der Bund und Treue hält ewiglich, und der nicht loslässt das Werk seiner Hände, wie wir schon oft im Gottesdienst gehört haben.

Auch wenn wir selber voller Fragen und Sorgen sind, dürfen wir darauf vertrauen, dass der Herr unser Helfer sein und bleiben will.

Und das dürfen und können wir auch anderen sagen, gerade auch denen, die selber nach Hilfe suchen. Wir können es ihnen weitergeben, in dem was wir sagen, und in dem, was wir für sie tun, durch unser Gebet, und durch unsere helfende Hand.

Unsere Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Amen

Hermann Teunis, April 2020

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