Ostergruß an unsere Partnergemeinden in Budapest

An unsere beiden Partnergemeinden

in Budapest, Ungarn

Hoogstede, 8. April 2020

Liebe Geschwister im Glauben,

„in diesem Jahr wird das Osterfest anders verlaufen, als wir es gewohnt sind.“ Diese Worte sagte vor einigen Tagen ein Vertreter unserer Regierung, und sie treffen für viele Menschen zu. Die Sorge um die Verbreitung des Corona-Virus und die Folgen der Erkrankung halten uns seit einigen Wochen sehr im Griff. Auch als Gemeinde spüren wir sie: Gottesdienste und andere Veranstaltungen können zurzeit nicht stattfinden, um die Verbreitung zu bremsen und um diejenigen zu schützen, für die die Erkrankung lebensgefährlich sein könnte. Viele von uns vermissen den Kontakt und die Begegnung miteinander, die uns so wichtig und wertvoll sind.

Andererseits ist auch zu spüren, wie angesichts der Krise Solidarität und Hilfsbereitschaft noch spürbarer sind als sonst. Viele Jüngere kümmern sich darum, dass die Kranken und Älteren das Nötige zum Leben haben, und versorgen sie auch mit hilfreichen Informationen. Schön ist auch, dass die Medien viele Möglichkeiten bieten, um Andachten und Gottesdienste von zu Hause aus mitzuverfolgen. Das lässt über viele konfessionelle und gesellschaftliche Unterschiede hinweg auch eine gute Verbundenheit spüren.

Über die Nachrichten haben wir erfahren, dass auch bei euch die Sorge durch das Virus angekommen ist und notwendige Regelungen getroffen wurden. Wir hoffen und beten, dass unsere Regierungen verantwortlich, weise und demokratisch mit dieser Krise umgehen und die richtigen Entscheidungen treffen. Und dass auch die Bevölkerung Mut und Solidarität aufbringt, um gerade auch die Schwächeren nicht zu vergessen.

Wir hatten schon die ersten Überlegungen im Kopf, in welcher Weise wir auf Eure freundliche Einladung zu einem Besuch eingehen können. Die Corona-Krise hat auch diese Überlegungen pausieren lassen, weil noch nicht absehbar ist, welche Reisemöglichkeiten in einigen Monaten bestehen. Aber dennoch fühlen wir uns eng verbunden und hoffen, dass zu einem späteren Zeitpunkt direkte Begegnungen wieder möglich sind.

Bis dahin bleiben wir im Glauben und in unseren Gebeten miteinander verbunden, in der Bitte für die Kranken, die Einsamen, die Regierungen, die Ärzte und Pflegenden und die Wissenschaftler, die nach guten Behandlungsmöglichkeiten forschen. Und in der Dankbarkeit für den Herrn, der unser Leben und unsere Welt in seinen Händen hält.

In diesem Jahr wird das Osterfest ganz anders verlaufen, als wir es gewohnt sind. Und das ist sicherlich schade. Die Gottesdienste und andere Begegnungen werden wir vermissen. Aber wir dürfen uns trotz allem freuen über die Botschaft von Ostern, die bleibt: Der Herr ist auferstanden, Jesus lebt! Und im Vertrauen auf ihn dürfen wir trotz unserer Sorgen und Fragen einer guten Zukunft entgegensehen. „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.“ 1.Petr.1,3.

In diesem Sinne grüßen wir Euch sehr herzlich und wünschen Euch ein gesegnetes Osterfest!

Mit geschwisterlichen Grüßen im Namen des Kirchenrats der Ev.-altreformierten Kirchengemeinde Hoogstede

Hermann Teunis

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